BummTschakk
Du bist voll im Trend? Wart’, ich hol dich da raus! [Sera Finale]

Intro Rap

Momentan unter Jugendlichen die Musikrichtung, die mindestens genauso häufig verehrt wie verachtet wird. Was natürlich beides Blödsinn ist. Rap ist auch nur eine Musikrichtung wie alle anderen und hat seine positiven und negativen Seiten.

Das eigentlich Besondere, das sie ausmacht, nämlich die Subkultur Hip Hop, ist in den letzten Jahren mehr und mehr verschwunden. Etwa zeitgleich begann die Kommerzialisierung, die auch wieder ihre guten und schlechten Aspekte mit sich brachte. Man kann im Nachhinein gar nicht mehr sagen, ob es jetzt besser oder schlechter um die heutigen Releases, die ja von den einzelnen Künstlern erschaffen wurden, stehen würde, denn viele wären bestimmt ohne die fast schon nervtötende Allgegenwärtigkeit der Beats und darübergelegten ins Mikrofon gespuckten Texte gar nicht erst dazu gekommen, es selber mal auszuprobieren.

Inzwischen scheint es aber fast so, als ob Rap an sich selber zugrunde ginge: Die allgegenwärtige Form des Battle-Raps ist für neue Künstler wie ein Korsett, in das sie sich zwängen müssen, bevor sie überhaupt die Erlaubnis bekommen, über etwas anderes als die stetige Beleidigung eines meist eingebildeten Gegners zu sinnieren. Viele bleiben im Morast der Mutterficker stecken; hangeln sich zwar mit ihren Skills immer höher, verenden dann aber doch im Nichtigkeits-Dschungel. Das ist schade, denn es gibt immer wieder Künstler, von denen man auch gerne mal mehr hören möchte. Schön, wenn dann prominente Vertreter des Musikstils sich auch mal öffentlich vom Battle-Rap abwenden. Noch schöner, wenn sie damit ein Signal senden.

Nein, ich habe natürlich nichts gegen Battle-Rap. Ich bezweifle bloß, ob das für jeden das perfekte Sprungbrett ins Künstlerdasein sein mag. Denn manchmal hat man das Gefühl, als reiche der Horizont eines Rappers nicht weiter als bis zum nächsten Gegner. Und der ist auch noch eingebildet, womit sie unfreiwillig im gleichen Maße lächerlich erscheinen in dem sie gerne bewundert worden wären.

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